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Artikel | Juli 1, 2024 | 13 min. lesen

Retail Technology: 7 Tools zur Umsatzsteigerung

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Retail Technology: 7 innovative Tools zur Umsatzsteigerung im Einzelhandel

Für Kunden gehören digitale Technologien mittlerweile zum Alltag. Das Smartphone ist immer zur Hand und künstliche Intelligenzen werden selbstverständlich genutzt. Dieser Trend zeigt sich auch im Einkaufsverhalten. Um weiterhin erfolgreich zu sein und ihren Umsatz sogar zu steigern, müssen Einzelhändler diese Entwicklung in ihrer Strategie erfassen.

Wie also schaffen es Einzelhändler die zunehmende Verbreitung moderner Technologien in ihre Strategie zu integrieren, den veränderten Kundenbedürfnissen gerecht zu werden und ihren Umsatz zu steigern?

 

Intelligente Regaletiketten für dynamische Preisanpassungen

Intelligente Regaletiketten sind ein innovatives Tool für dynamische Preisanpassungen. Sie erlauben Einzelhändlern eine hohe Flexibilität und Aktualisierungen in Echtzeit. Der Preis kann entsprechend der aktuellen Tageszeit, der gegenwärtigen Nachfrage, des vorhandenen Bestands oder anderen wichtigen Faktoren angepasst werden.

Dafür werden statt Papieretiketten digitale Bildschirme eingesetzt, was gleichzeitig auch den Anspruch der Nachhaltigkeit erfüllt, indem Abfälle reduziert werden. Digital Signage  kann hierbei ebenfalls eingesetzt werden, um Kunden gezielte Werbebotschaften und aktuelle Angebote in Echtzeit anzuzeigen.

Die große Besonderheit an intelligenten Regaletiketten ist die automatische Preisänderung. Dadurch ist eine effiziente Preispolitik möglich, während Verkaufsprozesse durch die Automatisierung stark optimiert werden. Insgesamt reduzieren intelligente Regaletiketten den manuellen Aufwand, sodass Fachkräfte mehr Zeit für die wesentlichen Aufgaben haben.

Um alle Vorteile von intelligenten Regaletiketten für dynamische Preisanpassungen nutzen zu können, sind zwei digitale Tools erforderlich:

  • Digitale Preisschilder: Mit verstellbaren Displays kann die dynamische Preispolitik leicht umgesetzt werden.
  • Künstliche Intelligenz: Für die Automatisierung ist eine KI erforderlich, die Zusammenhänge erkennen, Aufgaben daraus ableiten und Veränderungen des Preises umsetzen kann.

 

Kundenanalyse-Tools für personalisiertes Marketing

Für personalisiertes Marketing müssen die Bedürfnisse des Kunden präzise erfasst werden können. Dies ist mit verschiedenen digitalen Tools, wie zum Beispiel künstlicher Intelligenz (KI) und einfachen Maßnahmen zur Kundenanalyse möglich.

  1. Datenerhebung: Zur Datenanalyse müssen vorerst Daten aus allen online und offline Kanälen mit entsprechender Sensorik ermittelt (z.B RFID) werden.
  2. Analyse des Kundenverhaltens: Die erhobenen Daten gilt es mit Big Data und KI-gestützten Algorithmen zu analysieren. Eine KI kann kausale Zusammenhänge erkennen, die dann zur Personalisierung des Marketings genutzt werden. Sogar die Analyse von Echtzeit-Daten ist möglich.
  3. Segmentierung der Zielgruppe: Auf Basis der Datenanalyse ergeben sich Unterschiede der einzelnen Kunden. Anhand dieser Unterschiede bzw. Merkmale lassen sich einzelne Zielgruppen erstellen.
  4. Zielgruppenspezifische Ansprache: Basierend auf den Zielgruppen können personalisierte Kampagnen, Angebote, Rabatte und vieles mehr erstellt werden. Dies ist ein wesentlicher Aspekt des Retail Advertising.
  5. Wirkungsanalyse der genutzten Werbeinstrumente: Die Wirkung der eingesetzten Werbeinstrumente kann anhand Verkaufszahlen o.ä. analysiert werden.
  6. Prognose von Trends: KI kann datenbasierte Prognosen über zukünftige Entwicklungen und Trends treffen.

Wenn Einzelhändler es schaffen, das Marketing präzise zu personalisieren, resultiert dies in einer verbesserten Kundenbindung. Zudem erhöht sich die Rücklaufquote von Kampagnen, da lediglich interessierte Kunden angesprochen werden. Insgesamt wird so der Marketingerfolg stark erhöht.

 

Mobile POS-Systeme für flexible Kundeninteraktionen

Ein Point-of-Sale (POS) System ist mehr als nur eine normale Kasse. Vielmehr handelt es sich bei einem POS-System um eine ganzheitliche Lösung, die neben der normalen Transaktion auch Funktionen wie die Bestandsverfolgung, Berichterstellung, Kundenverwaltung und auch Kundenanalyse umfasst. Deshalb leistet ein POS-System einen entscheiden Beitrag zur Umsatzsteigerung eines Unternehmens.

 

Die wesentlichen Funktionen eins POS-System sind unter anderem:

  • Transaktionen und Zahlungen erfassen
  • Inventar und Bestände verwalten
  • Integration verschiedener Zahlungsmethoden
  • Belege generieren
  • Verkaufsdaten und -analysen nachverfolgen
  • Kundeninformationen speichern
  • Vernetzung genutzter Programme oder Datenbanken über Schnittstellen

Ein POS-System kann in unterschiedlichen Bereichen angewendet werden, um die Kundenbindung zu stärken und die Kundeninteraktion je nach Bedürfnissen zu flexibilisieren. Dadurch wird das Einkaufserlebnis des Kunden stark verbessert, was in einem höheren Umsatz resultiert.

 

Augmented Reality (AR) für ein interaktives Einkaufserlebnis

Augmented Reality (AR) – oder auch erweiterte Realität – ist eine moderne Technologie, um dem Kunden ein interaktives Einkaufserlebnis zu bieten. Kunden können mit AR digitale Inhalte in ihre physische Umgebung einblenden. Beispielsweise können Möbel digital mittels Apps im eigenen Zuhause ausprobiert werden, um die beste Passform zu ermitteln. Ein AR-Erlebnis ist mit Tablets, Smartphones oder speziellen Brillen möglich.

AR-Anwendungen können sowohl im stationären Handel, als auch online durch den Kunden genutzt werden. Damit können sich Einzelhändler vom Markt abheben und ein besonderes und unterhaltsames Einkaufserlebnis schaffen. Wichtig ist, dass entsprechende Technologien als nützlich und benutzerfreundlich wahrgenommen werden.

Indem Kunden aktiv in das Einkaufserlebnis einbezogen werden, steigt die Kundenzufriedenheit und -bindung. Eine Reihe von Unternehmen hat AR erfolgreich in ihre Strategien integrieren können.

 

Praktische Anwendungsbeispiele für AR im Einzelhandel:

  1. Bombay Saphire: Die Marke Bombay Saphire hat AR bereits in ihr Einkaufserlebnis integriert. Mit dem Scannen eines QR-Codes konnten Kunden mehrere Rezeptvorschläge aufrufen, was mit bunten Animationen untermalt worden ist.
  2. Amazon: Mit Amazon AR können Kunden Artikel, wie zum Beispiel Möbel, in ihre physische Umgebung einblenden. Faktoren wie Passform, Farbe o.ä. können schon zuhause getestet werden, ohne das Produkt kaufen zu müssen.
  3. Sephora: Auch in der Schönheitsindustrie ist AR angekommen. Mit einer App können Kunden Make-Up und andere Kosmetikprodukte am eigenen Gesicht testen.

 

Automatisierte Inventarsysteme zur Bestandsoptimierung

Durch die neuen Technologien, die mit der digitalen Transformation  einherkommen, ist es sogar möglich Inventarsysteme zu automatisieren und somit das Bestandsmanagement zu optimieren.

Die präzise und kontinuierliche Erfassung des Bestandes ist der Ausgangspunkt für die Automatisierung und Optimierung von Inventarsystemen. Erst, wenn die Daten präzise sind und in Echtzeit erfasst werden, können Prozesse und Systeme automatisiert werden. Digitale Lösungen wie RFID- und Barcodesysteme stellen die präzise Erfassung sicher.

Mithilfe von KI-basierten Algorithmen und maschinellem Lernen können saisonale Muster sowie spezifische Nachfragespitzen identifiziert werden. Auf Basis dessen können Lagerbestände entsprechend angepasst und die Produktverfügbarkeit  sichergestellt werden, während Überbestände, Engpässe und Out-of-Stock Situationen vermieden werden.

Die Automatisierung des Inventarmanagements steigert die Effizienz und trägt dazu bei, dass sich Mitarbeiter auf ihre wesentlichen Aufgaben konzentrieren können. Zudem wird das Risiko für Fehler stark reduziert und gleichzeitig die Kundenzufriedenheit und -bindung gestärkt.

 

E-Commerce-Integration für Omnichannel-Strategien

Electronic-Commerce (E-Commerce) beschreibt den Handel auf digitalen Plattformen wie zum Beispiel auf Marktplätzen oder Webseiten. Waren sowie Dienstleistungen können so online und zu jeder Zeit gekauft werden. Eine solche Online-Präsenz ist heutzutage kaum mehr wegzudenken und wird von Kunden nahezu vorausgesetzt. Umso wichtiger für Einzelhändler ist, dem Kunden ein nahtloses Einkaufserlebnis – online sowie offline – zu bieten und auf allen Kanälen dieselben Botschaften zu kommunizieren. Wie können Einzelhändler also alle Kanäle vernetzen?

Ein sehr bekanntes Beispiel für eine erfolgreiche Vernetzung ist Click n` Collect. Kunden können ein Produkt ihrer Wahl online bestellen und dann im Laden abholen. Dafür müssen alle Kanäle vernetzt sein, damit die erforderlichen Informationen auch an den stationären Handel weitergegeben werden.

Durch die Vernetzung von verschiedenen Kanälen -Offline sowie Online- können Einzelhändler den Kunden ein nahtloses Verkaufserlebnis bieten. Diese Omnichannel-Strategie steigert die Kundenzufriedenheit und erhöht die Kundenbindung langfristig. Zudem können Einzelhändler mit Omnichannel-Strategien ihre Reichweite erhöhen, indem sie Zielgruppen ansprechen, die sie noch nicht erreichen konnten.

Künstliche Intelligenz für verbesserte Kundenberatung

Aktuelle Studien zeigen, wie wichtig Service und Beratung für den Kunden beim Einkauf sind. Dieser Trend steht dem aktuellen Fachkräftemangel gegenüber. Die Lösung dafür ist KI. Denn mit KI ist nicht nur die Datenanalyse und die Prognose von zukünftigen Entwicklungen möglich, sondern auch die Kundenbetreuung.

Chat-Bots bieten einen 24/7 Kundenservice und können dem Kunden ortsunabhängig Unterstützung bei Fragen oder Problemen bieten. Gleichzeitig können Trends und Entwicklungen anhand der Kundeninteraktion erkannt und für die Entwicklung neuer Strategien oder Produkte genutzt werden. Mitarbeiter werden so stark entlastet und können sich um spezifische Schwierigkeiten der Kunden kümmern.

Wie implementiert man neue Technologien im Einzelhandel erfolgreich?

Von den zu erreichenden Zielen, über die Bedürfnisse der Zielgruppen, bis hin zu den Fähigkeiten der Mitarbeiter – all diese Faktoren sind gleichermaßen zu beachten, um neue Technologien im Einzelhandel zu implementieren. Wichtig ist, alle Maßnahmen und Schritte im Vorhinein präzise zu planen.

 

  1. Analyse des IST-Zustandes: Welche digitalen Lösungen und Technologien werden bereits wie eingesetzt?
  2. Zieldefinition: Welche SMART-Ziele sollen erreicht werden?
  3. Methoden und Instrumente: Wie sollen die Ziele erreicht werden? Welche Technologien passen zu den Zielen und Strategien des Unternehmens?
  4. Zielgruppenanalyse: Welche Bedürfnisse hat die Zielgruppe und welche Technologien erfassen diese Kundenbedürfnisse?
  5. Kontrolle: Wie können angewendete Technologien fortlaufend an wandelnde Marktbedingungen und Kundenbedürfnisse angepasst und optimiert werden?
  6. Schulung und Weiterbildung: Wie können Mitarbeiter an die Nutzung neuer Technologien herangeführt werden, ohne dass es zu Widerständen kommt?
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